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Im Gegensatz zu traditionellen Wohnhäusern, die auf der Erde stehen, verfolgt das Konzept der Erdhäuser ein anderes Ziel: Nicht ein Leben unter oder in der Erde, sondern mit ihr.

Werden Erde und Haus getrennt, so baut man in die Luft, was zur Folge hat, dass Wärme und Feuchtigkeit schneller entweichen und die Aussenhaut des Baus schneller an Lebensdauer verliert. Beim Erdhaus wirkt die Erde als wärmende Decke, die effizient vor Kälte, Regen und Wind schützt. Die Erde bietet natürlichen Schutz vor negativen Umwelteinflüssen und unerwünschten Immissionen. Ein Erdhaus muss jedoch nicht zwingend in die Erde gebaut werden, sondern kann auf das natürlich gewachsene Terrain gestellt werden. Das Erdhaus ist ein flexibles Bauwerk, das den Wünschen der jeweiligen Eigentümer angepasst werden kann, um so den Anforderungen nach Individualität, umweltgerechtem Bauen und Energiebewusstsein zu entsprechen.

Die Gestaltungsfreiheit dieser Bautechnik ermöglicht eine organische Planung, die räumliches Denken und ein sehr hohes Mass an Kreativität einfordert. Erdhäuser erinnern an bewohnbare Skulpturen mit hohem künstlerischen Anspruch und bildhauerischer Qualität.

Erdhäuser von Peter Vetsch basieren auf der Interpretation einer umweltbewussten, ökologischen aber auch progressiven Architektur. Sie zeichnen sich durch die Nähe zur Natur aus und ermöglichen ein innovatives Raumerlebnis jenseits der konformen vier Wände und ihrer rechten Winkel. Die grundsätzliche Absicht ist nicht, das Land dem Gebäude anzugleichen, sondern dieses so zu entwerfen, dass die Ursprünglichkeit der Landschaft möglichst erhalten bleibt.

Erdhäuser  von heute verfügen über sämtliche Innenausbau-Standards, wie z.B. moderne Küchen, Bäder und Hausleitsystem. Ausserdem werden die Bauten jedes Mal neu konzipiert. Somit kann den Wünschen der Eigentümer Rechnung getragen werden und das jeweilige Haus wird so zu einem höchst individuellen Objekt. Im Mittelpunkt dieses Planungsprozesses steht der Mensch, der diese „dritte Haut“ in seine eigene Architektursprache integrieren kann. Erdhäuser können als einzelne Wohnhäuser oder als Wohnsiedlungen gebaut werden.



Infolge der speziellen Bauweise der Erdhäuser, zeichnen sie sich durch mehrere vorteilhafte Eigenschaften aus:


Isolation (Gebäudeform)

Eine kompakte Gebäudeform ist energetisch vorteilhaft. Das Verhältnis von Aussenbauteilen (Dach, Aussenwände) und beheiztem Volumen ist eine wesentliche Kenngrösse für den Wärmeverlust eines Gebäudes.
Da Erdhäuser als integrale Gewölbe gebaut werden, zeichnen sie sich durch sehr gute Isolationseigenschaften aus. Eine Reduktion des Wärmeverlustes bedeutet Energieeinsparungen, welche jährlich bis zu 50% ausmachen. Da der Energie- und Wärmebedarf von schlecht isolierten Wohnungen, neben dem Bereich Mobilität und Verkehr, den größten Beitrag zum Klimawandel im Bereich des privaten Verbrauchs leistet, kann das Erdhaus somit als höchst CO2-freundlich betrachtet werden. Erdhäuser von Peter Vetsch erfüllen sämtliche hohen Anforderungen des Schweizer Minergie Standards.


  Luftdichtigkeit (Gebäudeform)

Die spezielle Bauweise der Erdhäuser führt zu einem Höchstmass an Luftdichtigkeit:

  • Es treten keine unangenehmen Zuglufterscheinungen aufgrund luftdurchströmter Ritzen und Fugen auf.
  • Die Wohnbehaglichkeit steigt, Kaltluftseen in Fußbodenhöhe werden vermieden.
  • Feuchte Raumluft kann nicht in die Konstruktion gelangen, was Bauschäden (Fäulnis, Schimmelbildung) vorbeugt.
  • Lüftungsanlagen sind auf eine luftdichte Gebäudehülle angewiesen, um optimal zu funktionieren.
  • Ein unkontrolliertes Eindringen von Allergenen und Schadstoffen wird verhindert.
  • Die Gefahr von Brandübertragung verringert sich, das Eindringen von Rauchgas ist ausgeschlossen.
  • Der Schallschutz verbessert sich.


  Erdüberdeckung (Gebäudeform)

Werden Erde und Haus getrennt, so baut man in die Luft, was zur Folge hat, dass Wärme und Feuchtigkeit schneller entweichen und die Aussenhaut des Baus schneller an Lebensdauer verliert.
Beim Erdhaus wirkt die Erde als wärmende Decke, die effizient vor Kälte, Regen und Wind schützt. Die Erde bietet natürlichen Schutz vor negativen Umwelteinflüssen und unerwünschten Immissionen.


  Aktive Energienutzung aus der Umwelt und erneuerbare Energie

Aufgrund ihrer Bauweise sind Erdhäuser bestens für alternative Heizsysteme geeignet. Hier bieten sich vor allem Systeme an, die sich die Luft, Erde, Wasser oder Sonne zur Hilfe nehmen.

  • Wärmequelle Luft: Umgebungsluft ist in beliebigen Mengen vorhanden und kann problemlos als Wärmequelle genutzt werden, kostenlos und ohne besondere Bewilligung.
  • Wärmequelle Erde: Die im Erdreich gespeicherte Energie lässt sich auf einfache Art nutzen, sei es mit einer oder mehreren vertikalen Erdwärmesonden, die bis rund 150 Meter vorgetrieben werden.
  • Wärmequelle Wasser: Dank seiner im Jahresverlauf nahezu konstanten Temperatur ist Grundwasser als Wärmequelle für eine Wärmepumpen-Heizung geeignet. Aber auch Oberflächenwasser aus Seen, Flüssen, Bächen sowie Abwasser können als Energiequelle genutzt werden.
  • Wärmequelle Sonne: Rund 4 m2 Kollektorfläche genügen, um 50-70% des Warmwasser-Jahresbedarfs einer 4-köpfigen Familie zu decken. Bei Nebel oder Bewölkung sorgt das Heizsystem für die zusätzlich nötige Erwärmung.


Klimazonen

Für die Kompaktheit eines Gebäudes ist die Bildung von Wärmezonen notwendig. Ungeheizte Räume sollten nicht wahllos an beheizte Räume grenzen, sondern in Raumzonen zusammengefasst werden. Die Erdhaus Bautechnik ermöglicht eine optimale Bildung verschiedener Klimazonen, ähnlichem dem alten, aber effizientem Konzept der traditionellen Bauernhäusern und ihrer zentralen Heizung mittels Kachelofen.


  Natürlicher Temperaturausgleich und optimierte Luftfeuchtigkeit

Einer der zentralen ökologischen Vorteile des Erdhauses liegt in seinem angenehmen Wohnklima. Die besondere Bauweise der Erdhäuser führt zu ausgeglichenen, klimatischen Bedingungen: Kühlung im Sommer und Kälteschutz im Winter. Ein weiterer Vorteil ist die angenehme Luftfeuchtigkeit um die 50%, ganz im Gegensatz zu den überheizten winterlichen Räumen in konventionellen Häusern und der damit zu geringen, relativen Luftfeuchtigkeit. Für ein optimales, ausgeglichenes Wohnklima sorgt ausserdem der Lehm-Putz, der auf die Wände aufgetragen wird.


  Komfortlüftungen

Die Luftdichte der Erdhäuser stellt eine ideale Voraussetzung für eine kontrollierte Komfortlüftung dar. Solche Integralsysteme sorgen für die Be- und Entlüftung, liefern warmes Wasser, beheizen via Fussbodenheizung die Räume, und das alles unter Nutzung von kostenloser Energie aus der Umwelt. Staub und Pollen werden an Filtern abgeschieden, Schadstoffe aus der Aussenluft teilweise abgebaut und unvermeidliche Belastungen der Raumluft–Gerüche, CO2, Feuchtigkeit – durch den steten Luftwechsel weggeführt.


  Erdbeben-, Sturm- und Brandschutz

Erdhäuser sind bestens gegen starke Stürme geschützt, da sie weder vom Wind weggetragen werden, noch umkippen können. Die Statik und das Fehlen von Ecken und herausragenden Bauteilen (Dach), vermeiden ausserdem nahezu alle Angriffspunkte, die sonst zu erheblichen Sturmschäden führen können. Die Stabilität der runden Formen in Kombination mit der Netzarmierung bildet eine ideale Voraussetzung zum Schutz vor Erdbeben. Verglichen mit anderen Baumaterialien, wie z.B. Holz, zeichnen sich Erdhäuser ausserdem durch einen sehr guten Brandschutz aus, da die Hauptbausubstanz Beton ist.


  Landschaftsintegration und optimierter Landverbrauch

Erdhäuser fügen sich perfekt in die Landschaft ein. Ihre erdüberdeckten Dächer ziehen die Umgebung auf natürliche Weise mit ein und schützen so das Landschaftsbild nachhaltig. Die begrünten Dächer geben einen Teil der Landschaft zurück und leisten somit einen Beitrag zum Sauerstoff-Stickstoff Haushalt. Zusätzlich wird durch die massive Erdüberdeckung (0,8 bis 3 Meter) Nutzfläche zurückgewonnen. Ausserdem können Erdhäuser an entsprechenden Hanglagen in Terrassenbauweise erstellt werden. Die Möglichkeit unterirdisch bis an die Grenzen des Baulands zu bauen, kombiniert mit der Terrassenbauweise, führt zu einem extrem sparsamen Landverbrauch. Trotz baulicher Verdichtung bleiben der Natur Grünflächen erhalten, die als Garten oder Naturwiese fungieren.
Erdhäuser können im Gegensatz zu konventionellen Bauten auch in hügeliges Gelände ideal integriert werden und ordnen sich so der natürlichen Landschaft unter.


  Licht

Im Gegensatz zur Annahme, dass Erdhäuser im Innern dunkel sind, werden diese so gebaut, dass sie über breite Glassfassaden verfügen, welche helle, lichtdurchflutete Wohnräume ermöglichen. Bäder und Nebenräume können partiell mit Oblichtkuppeln belichtet werden.

 
   


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